Förderverein des Bergisches Freilichtmuseum Lindlar e.V.

Der Verein Freunde und Förderer des Bergischen Freilichtmuseums Lindlar e.V. unterstützt das Museum bei seiner weiteren Entwicklung. Der Förderverein baut und transloziert Gebäude ins Museum. Er betreibt eine Feldbahn mit drei Loks auf einer 1.000 Meter langen Strecke im Museum. 


www.museumsfreunde-lindlar.de


2014 — 2019

Eine Schule für das LVR-Freilichtmuseum Lindlar

Die Hermann Haeck Stiftung unterstützte das Projekt „Die Schule des Lebens“ des Fördervereins Bergisches Freilichtmuseum Lindlar e. V. in der entscheidenden Anfangsphase 2014 bis 2019: Das 1861 in Waldbröl-Hermesdorf errichtete einstige evangelische Dorfschulhaus konnte am Originalstandort nicht erhalten werden. Um das historisch bedeutsamen Gebäude vor dem Abbruch zu bewahren und seine Übertragung in das LVR-Freilichtmuseum Lindlar vorzubereiten, warb der Verein Spendengelder und Fördermittel ein. 

Nach sorgfältiger Baudokumentation konnte 2018 der systematische Abbau in Hermesdorf erfolgen und der Wiederaufbau im Museum 2019 beginnen. Der Innenausbau fand in 2022 und 2023 statt. 

Am neuen Standort wird das alte Schulhaus unter anderem eine Ausstellung zur regionalen Bildungsgeschichte zeigen. Mit dem Nachlass des Hermesdorfer Lehrers Friedrich Bals (1886-1960) wurden des Weiteren im Obergeschoss zwei Wohnräume mit Originalinventar eingerichtet.

Dort entstand auch ein Raum für Wechselausstellungen zu aktuellen und regionalen Bildungsprojekten. Die offizielle Eröffnung der Schule war am 27. April 2023.

Dorfschule PDF

2015 — 2017

Die Feldbahn im Bergischen Freilichtmuseum

Durch einen Zuschuss der Hermann Haeck Stiftung konnte der Förderverein mit ehrenamtlichen Helfern eine 800 m lange Gleisanlage verlegen und einen Lokschuppen für die Unterbringung und Instandhaltung der Schienenfahrzeuge, drei DIEMAs (Spurbreite 600 mm), errichten. Diese historischen Transportmittel, welche im Museum an ausgewählten Veranstaltungen zum Einsatz kommen, fasziniert viele Museumsbesucher, ganz besonders Kinder. Im Sommer 2023 wird die Gleisanlage um 200 m verlängert und endet dann in dem neuen Steinbruchgelände.

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2019

Reichsarbeitsdienstbaracke aus Siegen-Seelbach

Die Baracke aus Siegen-Seelbach entstand 1938 in modularer Holzbauweise. Auf rund 70 m² bot sie zunächst Unterkunft für den nationalsozialistischen Reichsarbeitsdienst. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde das Gebäude weiter genutzt: Bis 1961 diente es als Wohnhaus, anschließend als Gartenhaus. Im Jahr 2018 kam die Baracke ins LVR-Freilichtmuseum Lindlar. Nach der aufwendigen Restaurierung wird hier künftig eine Ausstellung die Geschichte dieses spannenden Gebäudetyps anschaulich vermitteln.


2020

Erweiterung des Freilichtmuseums um ein Waldstück mit Steinbruchgelände

Dem Förderverein gelang es, mit finanzieller Unterstützung der Hermann Haeck Stiftung, eine direkt an das Museumsareal angrenzende Waldparzelle samt darin befindlichem ehemaligem Steinbruch zu erwerben.


Der Abbau von Grauwacke ging einst häufig einher mit dem Einsatz von Schmalspurloks. Um diesen Zusammenhang erfahrbar zu machen, werden die ehrenamtlichen Feldbahner des Museumsfördervereins den hinzugekommenen Steinbruch an die 2017 vollendete 800 m lange Gleisstrecke anbinden. 


Dafür müssen sie die Bahntrasse vom Lokschuppen aus um ca. 200 m verlängern - auf dann insgesamt 1.000 m. Parallel dazu verläuft ein Wanderweg.

Der Grundstücksankauf gibt dem Museum zusätzliche Gestaltungsräume und erweitert sein Themenspektrum. Ein „Einmannbunker“ aus Lindlar-Kaiserau wurde bereits aufgestellt. . Des Weiteren soll dort eine alte Wellblechhalle errichtet werden. 


2020

Bezuschussung eines „Zitsch-Büdchens“ im Museum

Der Förderverein betreibt seit 2008 eine Verkaufsstelle hauptsächlich für Getränke im Museum. Der bisher dafür genutzte Verkaufswagen war erneuerungsbedürftig.


Deshalb planten Vereinsmitglieder, ihn durch ein kleines nachhaltiges Holzgebäude zu ersetzen. Sie bewarben sich um Fördermittel und erhielten auch einen Zuschuss von der Hermann Haeck Stiftung. Daraufhin entstand in den Sommermonaten 2021, von tatkräftigen Ehrenamtlichen realisiert, das „Zitsch-Büdchen“.



Seit seiner Eröffnung ist so ein lebendiger Treffpunkt für Vereinsmitglieder und Museumsgäste entstanden. Der Name „Zitschbüdchen“ greift das im Oberbergischen geläufige Wort „Zitsch“ für Limonade auf – eine lautmalerische Anspielung auf das sprudelnde Geräusch beim Öffnen der Flasche.


2021 bis 2024 

Ein Haus für Ehrenamtsgruppen im Freilichtmuseum

Der Förderverein hat ein historisches Hofhäuschen mit integrierter Scheune aus Radevormwald-Heide zur kostenlosen Übernahme angeboten bekommen, das sich als Arbeitstreff für Ehrenamtliche herrichten ließe. Das Gebäude muss zunächst am bisherigen Standort ab- und dann im LVR-Freilichtmuseum Lindlar wieder aufgebaut werden: in der Baugruppe „Am Mühlenberg“, gegenüber von Haus Lindscheid.


Das Haus aus Radevormwald-Heide stammt vermutlich aus den 1770er-Jahren. Ursprünglich als Scheune errichtet, wurde eine Hälfte um 1870 zu Wohnraum umgebaut. Im LVR-Freilichtmuseum Lindlar vermittelt das Gebäude heute Einblicke in den Alltag der Arbeiterfamilie Bransch, die das Haus um 1900 bewohnte und ihren Lebensunterhalt in einer nahegelegenen Textilfabrik bestritt. 


Im einstigen Wirtschaftsteil soll ein Gruppenraum eingerichtet werden, zum Beispiel für Zusammenkünfte des Fördervereinsvorstands, der Feldbahner, der Frauen der Gartenarche und des Arbeitskreises Regionalgeschichte. Die vorhandenen Wohnräume sind vorgesehen für Ausstellungen, unter anderem zur Geschichte Lindlars.


Die Hermann Haeck Stiftung stellt Mittel zur Umsetzung dieses Projekts zur Verfügung, das der weiteren Entfaltung und Stärkung des Ehrenamts dient, insbesondere in den Bereichen Kultur, Lokal- und Regionalgeschichte, Naturschutz, Umweltschutz und Bildung. 

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2023

Haus aus Betzdorf-Scheuerfeld

Das Haus aus Betzdorf-Scheuerfeld wurde um 1750 erbaut. Es vereint Wohn- und Wirtschaftsteile unter einem Dach. Vermutlich befand sich hier um 1900 auch eine Poststelle. Im Tiefstall im Untergeschoss wurde sogar noch bis in die 1970er-Jahre ein Ochse gehalten – ein anschauliches Beispiel für die enge Verbindung von Mensch und Tier auf dem Land. Nach dem Auszug der letzten Bewohnerin stand das Gebäude fast 50 Jahre leer. Mit Unterstützung der Hermann Haeck Stiftung wird es nun vor dem Verfall bewahrt und in das LVR-Freilichtmuseum Lindlar umgesetzt.


2024

Zollingerhalle aus Oschersleben

Der imposante Bau wurde 1931 im sachsen-anhaltischen Oschersleben errichtet. Ursprünglich diente er den Besitzern einer nahegelegenen Süßwarenfabrik als Reithalle. Als besonderes architektonisches Merkmal sticht das nach dem Architekten Friedrich Zollinger (1880–1945) benannte Zollingerdach hervor. Hierbei handelt es sich um eine freitragende Holzkonstruktion aus Lamellen, die große Spannweiten mit vergleichsweise wenig Material ermöglicht. Im Jahr 2024 baute der Museumsförderverein die Halle mit einer Grundfläche von 35 × 17 Metern sorgfältig ab. Künftig wird sie im LVR-Freilichtmuseum Lindlar als Ausstellungsgebäude einen neuen Standort finden.


2025

Scheune aus Lindlar-Frielingsdorf

Die Scheune aus dem Ortsteil Frielingsdorf ist eines der ältesten erhaltenen Gebäude der Gemeinde Lindlar. Untersuchungen des Bauholzes haben ergeben, dass einige der verwendeten Balken bereits aus dem Jahr 1606 stammen. Der für die Region typische Fachwerkbau wurde vom Museumsförderverein sorgfältig demontiert. Nach einer umfassenden Restaurierung soll er als Ausstellungsgebäude im LVR-Freilichtmuseum Lindlar wieder aufgebaut werden.


2025

Kirche aus Ratingen-Eggerscheid

Die Kirche aus Ratingen-Eggerscheid entstand in den 1960er-Jahren als Teil des seriellen Kleinkirchenprogramms der Evangelische Kirche im Rheinland. Entworfen wurde sie von dem Architekten Helmut Duncker. Ihre Form besticht durch eine schlichte, ressourcenschonende Holzkonstruktion: Mit wenigen tragenden Elementen entsteht ein klarer, funktionaler und offener Innenraum. Das Gebäude wurde 1975 von Bonn-Holzlar nach Ratingen-Eggerscheid versetzt. Hier wird es im Jahr 2026 abgebaut und im LVR-Freilichtmuseum Lindlar eine neue Nutzung als Ausstellungs- und Veranstaltungsgebäude finden.